Tarifvertrag mfa 2017 nrw

Lyly-Yrjänäinen, M. (2018), Työolobarometri 2017 – Ennakkotiedot , Helsinki: Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung . Kosten- und Einkommensentwicklung und deren Bezug zu Tarifverträgen. Anmerkungen: * Nach der Änderung der Regeln durch die EK sollten zentralisierte Vereinbarungen nicht mehr stattfinden, und in den Jahren 2017–2018 wurde keine zentralisierte Vereinbarung unterzeichnet. Traditionell sind die zentralen Organisationen jedoch stark in die Tarifverhandlungen eingebunden und haben auch in den Jahren 2017 bis 2018 ihre Mitgliedsgewerkschaften in den sektoralen Verhandlungen unterstützt und koordiniert. Finnland hat keinen gesetzlichen Mindestlohn, aber de facto werden die Mindestlöhne für jeden Sektor in allgemein anwendbaren Tarifverträgen getrennt festgelegt. Der Grundsatz der allgemeinen Anwendbarkeit von Tarifverträgen stellt sicher, dass auch Arbeitgeber, die im Rahmen von Tarifverhandlungen unorganisiert sind, die landesweiten Vereinbarungen einhalten müssen, die ihren Wirtschaftsbereich betreffen. Die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer werden auf der Grundlage von Rechtsvorschriften und Tarifverträgen festgelegt. Zu den wichtigsten Rechtsvorschriften über Arbeitsverhältnisse in Finnland gehören das Arbeitsvertragsgesetz, das Arbeitszeitgesetz und das Jahresurlaubsgesetz. Mehrere Rechtsakte schützen die Nichtdiskriminierung und die Vielfalt am Arbeitsplatz. Diese Gesetze gelten für alle Arbeitnehmer, die für finnische Arbeitgeber arbeiten, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Der Gewerkschaft ist es gelungen, alle Sozialleistungen und Garantien, die Teil der vorherigen Vereinbarung waren, beizubehalten. Darüber hinaus konnten die Gewerkschaften folgende Ergebnisse erzielen: Das Arbeitszeitgesetz regelt Überstunden und deren Ausgleich und definiert Überstunden als „Arbeit, die auf Initiative des Arbeitgebers zusätzlich zu den regulären Arbeitszeiten geleistet wird“ (Arbeitszeitgesetz, 2011).

Die Höchstdauer der zulässigen Überstunden beträgt 138 Stunden pro vier Monate, wobei vorgesehen ist, dass sie 250 Stunden pro Jahr nicht überschreiten darf. Die Sozialpartner dürfen in Tarifverträgen Ausnahmen von diesen Regelungen machen, sofern diese Ausnahmefristen 12 Monate nicht überschreiten und die jährliche Überstundengrenze eingehalten wird. Finnland verfügt traditionell über ein dreistufiges System, wobei Tarifverhandlungen normalerweise auf nationaler, sektoraler und lokaler Ebene stattfinden. Diese Praxis befindet sich jedoch derzeit in einem Wandel: Nach einer Änderung der internen Regeln in den Jahren 2015-2016 hat sich der Spitzenverband der finnischen Industrie (EK), der wichtigste Arbeitgeberverband, gegen die Teilnahme an Tarifverhandlungen auf zentraler Ebene entschieden. So könnte der Pakt für Wettbewerbsfähigkeit 2016, eine wichtige dreigliedrige Arbeitsmarktvereinbarung, die unter anderem einen Lohnstopp für 2017 und eine 24-Stunden-Verlängerung der Jahresarbeitszeit vorsieht, die letzte der großen zentralisierten Vereinbarungen gewesen sein. Die Tarifrunde 2017–2018 wurde direkt auf sektoraler Ebene ausgehandelt, ohne dass eine zentrale Vereinbarung vorausgegangen wäre. Der neue Tarifvertrag wurde am 22. Februar, einen Tag vor Ablauf der gesetzlichen Dreimonatsfrist, im Volkswagen Werk unterzeichnet.

Die Verhandlungen begannen im November 2016. Während dieses Zeitraums schlug die ITUWA mehr als dreißig Änderungen der Vereinbarung zur Verbesserung der Arbeitnehmerpositionen vor. Der Arbeitgeber zögerte, sie anzunehmen, aber nach Verhandlungen wurde eine Einigung erzielt. Da das finnische Tarifverhandlungssystem traditionell stark zentralisiert ist, war die nationale Ebene die wichtigste bei der Festlegung der Rahmenbedingungen für Änderungen der Löhne und Arbeitszeiten. Der Rückzug der wichtigsten Spitzenorganisation der Arbeitgeber aus den Tarifverhandlungen auf zentraler Ebene im Jahr 2016 wird sich jedoch vermutlich auf das Verhandlungsniveau auswirken.

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